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Anne Isopp
Architekturjournalistin
mail@anneisopp.at

zuschnitt 65: Kreislauf Holz

Je länger wir Holz stofflich verwenden, desto länger dient es als Kohlenstoffspeicher und als Ersatz für endliche Rohstoffe. Ein Faktencheck mit vielen Facetten.

Editorial

Der fortschreitende Klimawandel fordert in allen Bereichen unseres Lebens ein Umdenken. Allein im Bauwesen verursachen alle Gebäude der Welt zusammen knapp ein Drittel des globalen Endenergieverbrauchs und etwa ein Fünftel aller Treibhausgasemissionen. Unsere Umwelt fordert einen sorgsameren Umgang von uns ein. Doch wie können wir die Umweltwirkung einer Konstruktionsart beziehungsweise eines Bauprodukts beurteilen? Welchen positiven Beitrag leistet der nachwachsende Rohstoff Holz zur Entlastung des Klimas und zur Ressourcenschonung?
Wir stellen Ihnen auf den nächsten Seiten das Prinzip der Ökobilanzierung vor, einer Berechnungsmethode, die es ermöglicht, die Umweltwirkung eines Gebäudes zu quantifizieren. Längst betrachtet man nicht mehr nur die Planungs- und Errichtungsphase, sondern den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes von der Herstellung der Bauprodukte über die Bauphase, die Inbetriebnahme eines Gebäudes und dessen Betrieb bis hin zum Rückbau. Doch dürfen Zahlen das Denken nicht überflüssig machen, wie Arno Ritter und Hermann Kaufmann in einem für diesen Zuschnitt geführten Gespräch feststellen. Die Qualität der Architektur ist ebenso wichtig wie die des Materials und seiner ökologischen Eigenschaften.

Text: Anne Isopp

Das ganze Heft zum Durchblättern und Download findet man hier:

zuschnitt 65, März 2017